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CHRONIK

von S. Konzack

Neugründung und die ersten Jahre als BSG Motor

1949-1954

  • am 5. Oktober 1949 Wiedergeburt der Sportgemeinschaft unter dem Namen "BSG FIMAG Finsterwalde", mit Unterstützung der Werks- und Betriebsgewerkschafts- leitung (BGL)

  • Gründungsmitgliede: u.a. Dieter Bossing, Martin Dabergotz, Willi Haupt, Heinz Herrmann, Heinz Hoffmann, Werner Kniesche, Günter Koschke, Siegfried Michael, Martin Mundt, Heinz Petzold, Otto Rimpel, Erwin Schulz, Adi Worf und Alois Zentzsch

  • Training für Männer- sowie Jugendbereich fand meist auf dem Betriebssportplatz statt, Punktspiele im Nachwuchsbereich ebenfalls

  • Punktspiele der Männermannschaften wurden auf dem Sportplatz an der Kirchhainer Straße oder später dann im neuen Stadion des Friedens, an der Bürgerheide ausgetragen

Mit der Gründung der DDR war der Sport stark von staatlicher Lenkung geprägt. Sportgemeinschaften sollten unter dem „Dach“ eines Betriebes, der Polizei oder der Armee organisiert sein. Dies wurde auch von oberster Stelle vorangetrieben und unterstützt. Betriebssportgemeinschaften der jeweiligen Industriezweige wurden unter einem bestimmten Namen geführt, wie z.B. Lokomotive, Traktor, Chemie, Turbine oder Motor.

Mit der FIMAG im Rücken schuf man sich bessere Voraussetzungen für die weitere, sportliche Entwicklung. Die vorgegebene Bezeichnung für unsere Gemeinschaft war nun "BSG Motor Finsterwalde", später dann mit dem Anhängsel "Ost", da in Finsterwalde noch andere Vereine unter der Bezeichnung "Motor" liefen.. Die Vereinsfarben waren für die nächsten 40 Jahre das „Grün und Weiß“.

  • bei der neuen Betriebssportgemeinschaft gab es neben Fußball auch andere Sektionen: Schach, Tischtennis, später noch Tennis, Leichtathletik, Kegeln und Volleyball und einiges mehr

  • der erste Sektionsleiter der BSG war Heinz Hoffmann.
  • der “Dr.-Max-Koswig-Sportplatz” blieb Vereinsgelände, aber wurde von den Entscheidungsträgern in „Sportplatz der BSG Motor Finsterwalde“ umbenannt

  • für unsere Anhänger und Kicker blieb trotz alledem die Bezeichnung „Einheit“ der Begriff ihres Heimplatzes, obwohl er den Namen „Einheit-Sportplatz“ nur kurz trug

Ab 1949 bildeten sechs Landesligen (Mecklenburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen sowie dann auch Ost-Berlin) den Unterbau zur DDR-Oberliga (höchste Liga) und der DDR-Liga (2. Liga).

  • das Erreichen der Bezirksklasse (4. Liga) war nach dem Abstieg das erste Etappenziel der BSG-Sektion Fußball

  • ungeschlagen wurde dann das Männerteam 1951 Kreismeister und errreichte somit den Wiederaufstieg - die große Überlegenheit dokumentierte u.a. das 10:0 gegen den Tabellenzweiten aus Lichterfeld.

  • der hauptamtliche Trainer Heinz Kniep (für alle Männermannschaften verantortlich), schnürte auch selbst noch ab und zu die Fußballschuhe

  • in der Staffel Südost der Bezirksklasse Brandenburg errangen die Männer den 8. Platz
  • zu dieser Zeit spielten bereits drei Männermannschaften in der Sektion um Punkte

  • der Nachwuchsbereich vergrößerte sich stetig und man konnte in den jeweiligen Altersklassen schon einige Erfolge erzielen

1953 vollbrachte Heinz Petzold mit seinem neuformierten Jugendteam eine absolute Spitzenleistung. Seine Mannschaft nahm an der DDR-Endrunde in Weimar teil. Mit zwei Siegen (2:1 gegen Motor Weimar, 3:0 gegen Motor Eberswalde) und einem 1:4 gegen Warnowerft Warnemünde Rostock wurden die Jungs in ihrer Staffel Zweiter. In der Endabrechnung konnte hinter den Teams von Zwickau, Halle, Schönebeck und Warnemünde ein beachtlicher 5. Platz von 16 teilnehmenden Mannschaften erkämpft werden. Diesen unerwarteten Erfolg errangen die nachstehenden Sportfreunde: A. Krause, Manfred Arndt, Erwin Arnold, Dieter Bossing, Herbert Horn, Wolfgang Kleist, Albert Krause, Kurt Lauterbach, Gerhard Lehmann, Siegfried Michael, Klaus Müller, Dieter Penk, Siegfried Proske, Helmut Radlach, Manfred Schäfer, Günter Schröder und Günter Terno

Eine Verwaltungsreform schaffte die Länder auf dem Gebiet der DDR ab und ersetzte diese durch eine Bezirkseinteilung. Dementsprechend wurden 1952 die Landesligen aufgelöst und die Vereine auf die neu geschaffenen Bezirksligen verteilt. Nach der Bezirksliga kam die DDR-Liga und darunter die Bezirksklasse. Finsterwalde fiel unter die Verwaltung des Bezirkes Cottbus. Den Spielbetrieb organisierten die jeweiligen Bezirksfachausschüsse des Deutschen Fußballverbandes (DFV), der 1952 gegründet wurde.
 
  • in der Saison 1952/53 besaß unsere BSG bis zum letzten Spieltag die Chance auf den Aufstieg, da die ersten drei Ränge dazu berechtigten hätten - letztendlich landete man auf Platz 6

  • in der Saison 1953/54 ging es für die 1. Männermannschaft mehr gegen den Abstieg - am Ende nur Rang 9

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